Serienstart Outdoor & Survival
Ein innerer Antrieb nach Abenteuer, Selbstüberwindung, Unabhängigkeit und Wissensakquise kanalisiert sich beinahe selbstverständlich in der Auseinandersetzung mit dem Thema Survival. Fußt dieser Themenkomplex doch gleichfalls auf all diesen Konzepten. Grund genug für uns, jener umfänglichen Themenwelt eine eigene Serie zu widmen. Doch wie angehen? Dieser Einführungsartikel erklärt das Konzept unserer neuen Serie und soll etwas Systematik in den Informationsjungle Survival geben.
Dieser Post ist Teil unserer Serie "Outdoor & Survival". Alle bereits erschienenen Serienteile findest du hier.
Survival bedeutet erstmal nichts anderes, als weiter zu existieren, insbesondere angesichts widriger Umstände. Vor allem verbindet man in unseren Breitengraden damit zuerst einmal das Überleben in der Natur oder nach einem gesellschaftlichen Zusammenbruch, wie in so vielen Filme, Serien und Spielen dramatisch dargestellt. Aber auch das Vorbereiten auf solche Szenarien ("Prepping"), kann unter diesen Schirmbegriff fallen. Man muss jedoch kein Paranoiker sein um sich mit diesem Thema beschäftigen zu wollen. Bereits so langweilige Dinge wie die Anschaffung eines Feuermelders, oder das Abschließen einer Haftpflichtversicherung zählen dazu.
Survival? Prepping? Bushcraft?

Ein weiterer Begriff, der in diesem Zusammenhang oft fällt, ist der des "Bushcrafting". Bushcraft ist eine Reihe von Kenntnissen und Techniken, um in einer natürlichen Umgebung zu leben und deren Ressourcen zu nutzen und um Grundbedürfnisse wie Nahrung und Unterkunft zu befriedigen. Die verwendeten Techniken sind in der Regel einfach und primitiv und beruhen auf dem Wissen, das der Mensch im Laufe seiner Evolution erworben hat. Bushcraft setzt nicht auf moderne, technologische Ausrüstung, sondern bevorzugt die Verwendung einiger weniger elementarer Werkzeuge, aus denen wiederum andere geschaffen werden.
Die Übergänge zwischen Bushcraft und Survival sind also fließend, nur die Motivation mag variieren. Genießt der reine Bushcrafter das Leben und die Kreativität in der Natur oft als Selbstzweck, so hat der Survivalist meist ein konkreteres Ziel und Szenario vor Augen.
Unsere Systematik
Aber wie diesen Themenkomplex denn nun angehen? Denn wer sich schon mal mit Survival beschäftigt hat, weiß, wie erschlagend die Materie sein kann, da es ja kaum einen Lebensbereich gibt, der in einem Überlebensszenario irrelevant ist. Dem wollen wir etwas entgegenwirken und Ordnung ins Dickicht bringen.
Als Gerüst haben wir uns von einem Modell inspirieren lassen, das aus der Urban-Survival-Szene stammt. Demnach ist es sinnvoll, in priorisierender Reihenfolge, all seine Vorbereitungen, an diesem Katalog auszurichten:
Körpertemperatur
Wasser
Erholung
Nahrung
Gesundheit
Sicherheit
Mobilität
Kontakt
Information
Geordnet ist diese Liste nach der Zeitspanne in der in etwa der Tod eintritt, sollten extrem suboptimale Faktoren in dem Bereich gegeben sein. So stirbt man bei Unterkühlung beispielsweise innerhalb von wenigen Minuten, wohingegen es (je nach Klima) bei Durst 3 Tage sein können, usw.
Entsprechend werden wir also zu all diesen Themen Artikel mit Theorie und Praxis veröffentlichen, um so mit der Zeit zu versuchen, so gut wie alles abzudecken und Schritt für Schritt unsere Wissenslücken zu schließen.
Wir freuen uns bereits sehr, diese Serie, die uns schon so lange unter den Fingern brennt, zu beginnen.
Bildquellen:
1) Foto von Josh Vuong auf Unsplash
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