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Kollagenpeptide

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  • vor 3 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 12 Minuten

Sehnen- und Bänderverletzungen sind bei einem aktiven Lebensstil mehr eine Frage des "Wann" und weniger des "Ob". Verletzungen dieser Bindegewebe schicken einen lange auf die Bank, was neben dem athletischen, auch oft einen emotionalen Rückschlag zur Folge hat. Kollagenpeptide sollen dabei helfen, die Regenerationszeit zu reduzieren und erfahren in den letzten Jahren daher zunehmende Aufmerksamkeit.


Dieser Post ist teil unserer Serie "Supplemente". Alle bereits erschienenen Serienteile findest du hier.


Quick Facts

Wirkung

Sehnen-, Bänder- und Knorpelregeneration; Hautstraffung

Darreichung

Pulver oder Injektion

Empfohlene Menge

10 - 15 g pro Tag

Einnahmezeitpunkt

halbe Stunde vor oder nach körperlicher Aktivität

Einnahme mit

Vitamin C (Zitrusfrüchte, Beeren, …)


Was sind Peptide?

Peptide sind kurze Ketten aus Aminosäuren (den Bausteinen von Proteinen). Zwei bis 100 dieser Aminosäuren auf einer Kette bilden ein Peptid. Mehr als 100 ein Protein.


Auch wenn man bereits regelmäßig ein Vollspektrum-Proteinpulver einnimmt, macht es Sinn, in Regenerationsphasen zusätzlich Kollagenpeptide zu sich zu nehmen. Denn ein handelsübliches Mehrkomponentenprotein wird im Magen und Darm fast vollständig in freie Aminosäuren zerlegt. Diese Aminosäuren landen im Blut und dort entscheidet der Körper unspezifisch, was er damit macht. Entweder setzt er sie unter anderem zum Muskelaufbau oder Haarwuchs ein oder verbrennt sie zu Energie, aber in Sehnen- und Bändern, landet dort nur ein kleiner Teil. Diese liegt an der schlechten Durchblutung dieser Bindegewebe, deren langsamen Stoffwechsel und niedrigen Versorgungspriorität gegenüber Muskeln.


Hier kommt eine Eigenschaft bestimmter Peptide ins Spiel: Sie überleben die Verdauung und werden nicht in ihre Aminosäuren zerlegt. So tauchen diese vollständig intakt im Blut wieder auf und werden Zielführend den Bindegeweben zugeführt.


Aus diesem Grund ist es wenig sinnvoll, sich nicht hydrolysierte Kollagensupplemente, wie sie zum Beispiel in Drogerien angeboten werden, zu kaufen, da diese im Verdauungstrakt ohnehin in Aminosäuren zerlegt und dadurch nicht zielführend eingesetzt werden.


Welche Peptide für Sehnen und Knorpel?

Sehnen und Knorpel bestehen überwiegend aus Kollagen Typ I und II. Deren Aufbau benötigt vor allem die Aminosäuren Glycin, Prolin, Hydroxyprolin, ausreichend Vitamin C (zur Bildung von Hydroxyprolin) und mechanische Reize. Normale Proteinpulver enthalten zwar meistens alle Aminosäuren, aber relativ wenig Glycin und Prolin, weil sie für den Muskelaufbau optimiert sind.


In Biohacker-Kreisen ist derzeit der sogenannte "Wolverine Stack" in aller Munde, der sich als besonders Wirksam bei der Reduzierung der Heilungszeit erweisen soll. Es handelt sich dabei um eine Kombination von BPC-157 (Body Protection Compound-157) und TB-500 (ein synthetisches Analogon des natürlichen Proteinfragments Thymosin Beta 4). Dieser Stack wird meist injiziert und ist daher eher für Profiathleten interessant. Die Wirksamkeit beim Menschen wird derzeit jedoch noch kontrovers diskutiert, und soll nur der Vollständigkeit halber hier erwähnt sein.


Fazit

Der Zusatznutzen von Kollagenpeptiden ist real und erforscht, aber begrenzt. Die Wirkung setzt über Wochen und nicht über Tage ein.


Ein netter Nebeneffekt ist aber auch die Gesichtsfaltenreduzierung. In der Dermatologie führte eine Untersuchung mit nur 2,5 g/Tag über 6 Wochen zu einer signifikanten Reduktion von Gesichtsfalten und zu 34 % besserer Hautfeuchtigkeit (Quelle).

 
 
 

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