St. Edwards Church: Tor in eine andere Welt
- 29. Nov. 2023
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Nur wenige Schritte vom Market Square in Stow-on-the-Wold entfernt steht mit der St. Edward’s Church eines der markantesten mittelalterlichen Bauwerke der nördlichen Cotswolds. Die ungewöhnliche Mischung aus jahrhundertealter Architektur und märchenhafter Atmosphäre macht St. Edward’s Church zu einem der sehenswertesten historischen Orte in Stow-on-the-Wold.

Die Geschichte dieser Kirche in Stow-on-the-Wold reicht bis ins 11. Jahrhundert zurück. Der mit schiefen Grabsteinen und uralten Eiben geschmückte Kirchhof ist typisch für das ländliche England. Unter diesen authentischen Merkmalen der Kirche ist die Nordtür jedoch besonders hervorzuheben, die als die meistfotografierte Tür in den Cotswolds gilt. Diese wirk mit seinen zwei eingewachsenen Eiben wie ein Tor in eine andere Welt und die Legende besagt, dass J.R.R. Tolkien genau hier die Inspiration für die "Türen von Durin" in seinem Meisterwerk Der Herr der Ringe fand. Auch wenn Tolkiens Verbindung zu dieser Kirchentür nicht bestätigt werden kann, ist es nicht abwegig, hinsichtlich der Tatsache, dass sich Tolkien des öfteren in Stow-on-the-Wold aufhielt, anzunehmen, dass die Inspiration dort stattfand. Nichtsdestotrotz bleibt der Reiz bestehen, einen Ort zu erleben, der die Fantasie dieses literarischen Genies beflügelt haben könnte.
Interessant ist auch noch die historische Rolle der Kirche während der letzten großen Schlacht im Rahmen des englischen Bürgerkriegst, 1646. Die Armee der Royalisten marschierte durch die Cotswolds mit dem Ziel, sich mit den in Oxford stationierten Truppen von König Karl I. zu vereinigen. Ihr Weg kreuzte sich jedoch mit einer gewaltigen parlamentarischen Streitmacht in einer brutalen Schlacht. Das Gefecht war so heftig, dass in den Straßen in der Nähe des Marktplatzes Blutlachen zurückblieben, in denen angeblich Enten baden konnten. Daher erhielt die Straße nach diesem grausamen Ereignis den Beinamen "Duck's Bath" bzw. "Digbeth". 1000 Gefangene Royalisten wurden nach dem Krieg in der Kirche untergebracht. Ein Gedenkstein vor dem Kircheingang erinnert noch heute an daran.
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