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Mondo Surf Village: Surf Camp, Yoga & Kampfsport auf Bali

28. Juli 2023
3 Min. Lesezeit
Das Mondo Surf Village ist ein Surf Camp im balinesischen Pererenan, einem Ortsteil von Canggu. Das 2015 gegründete Camp richtet sich vor allem an Anfänger und fortgeschrittene Surfer und verbindet Unterkunft und Surfunterricht mit weiteren Aktivitäten wie Yoga, Fototouren und sogar Kampfsportklassen. Die Surfkurse finden in kleinen Gruppen statt und werden abhängig von Gezeiten, Wind und Wellenbedingungen an unterschiedlichen Stränden durchgeführt. Mondo Surf Village ist also weniger ein klassisches Hotel oder Resort, sondern vielmehr ein Hub für unternehmungslustige Reisende.

Die Buchung (Anfang Mai für Oktober) lief über einen freundlichen Email-Austausch ab und unserer kleinen Reisegruppe, wurde sogar ein kleiner Rabatt gegönnt. Womit wir den verdient haben, wissen wir zwar nicht, aber wir haben ihn dankend angenommen. Dies lag vielleicht an der Off-Season. Denn eigentlich beginnt mit Oktober die Regensaison, doch tatsächlich hat es keinen einzigen Tag unseres Aufenthalts geregnet. Dann nur noch einen Flug inklusive Rückflug gebucht (in der Regel zwischen 1200 und 1400 Euro pro Person) und die Tage bis zum Abflug gezählt.


Mondo unterteilt ihr Angebot in Pakete. So gibt es:

  • Beginner Surf & Yoga

  • Intermediate Surf & Yoga

  • Martial Arts & Surf

  • Photography & Surf

  • Aerial Yoga & Surf

und die Möglichkeit, sich selbst individuell ein Paket zusammenzustellen.


Kampfsport


Das von uns ausgewählte Kampfsportpaket besteht aus 2 Surfeinheiten (die jeweils den Vormittag füllen) und 4 Kampfsporteinheiten (jeweils eine Stunde), wobei diese sich nach Wunsch aus BJJ- und Muay-Thai- Stunden zusammensetzen können. Die Uhrzeit und die Tage auf die man diese Einheiten aufteilen will werden vor Ort vereinbart und können auch flexibel (mit einer Vorlaufzeit von einem Tag) geändert werden.


Da die meisten Gäste von Mondo, das Camp als Surf- und Yoga-Retreat nutzen, sind die Kampfsportklassen nie größer als drei Personen (dies wurde uns von unserem Trainer bestätigt). Wir hatten das Glück drei von vier dieser Sessions alleine, also sozusagen als Privatunterricht, genießen zu dürfen. Die Fortschritte die man dabei macht, sind nicht zu vergleichen mit einer Gruppenstunde, wie man sie aus seinem örtlichen Dojo kennt. Detailfehler werden sofort korrigiert und eine Begründung jedes Mal mitgeliefert. Man möchte diese Art des Trainierens nicht mehr missen, sobald man diese Erfahrung einmal gemacht hat. Viel wichtiger jedoch ist die Tatsache, dass die Trainer zu Beginn der Stunde fragen, was der Fokus der Session sein sollte. So wird sichergestellt, dass man keine Routine von der Stange bekommt, sondern eine auf sich zugeschnittene Lerneinheit, um seine Lücken zu schließen.


Ein weiteres, unerwartetes, Highlight war, dass die letzten beiden Einheiten vom Besitzer der Mondo Surf Village geleitet wurden. Er freut sich offenbar immer, wenn jemand das Muay-Thai-Paket wählt und erklärt so das Training zur Chefsache. Er ist seit seiner Kindheit passionierter Kampfsportler und hat sein Muay-Thai-Wissen laut eigenen Erzählungen in mehreren Trainingscamps in Thailand vertieft. Jede Frage konnte bestens erklärt werden und er hat "Hausaufgaben" (in Form von Übungen) auf dem Weg gegeben, die bestimmte Schwächen im eigenen Stil verbessern werden. Die Art der der Wissensvermittlung war sehr geduldig, detailorientiert und typisch für den balinesischen Charakter: Eingebettet in viel Lachen und Humor. Die Freunde, wenn der Schüler ein Konzept verinnerlicht hat war genuin und ansteckend. Unsere beste Trainingserfahrung bisher.


Surfen


Wann und wo die Surfeinheiten beginnen ist von der Wasser- und Witterungsbedingungen abhängig, aber meist startet man zwischen 7 und 9 Uhr zu einem der nahegelegenen Strände (unter anderem den unter Surfen weltweit sehr geschätzten Canggu Beach). Was geographisch jedoch naheliegend erscheint ist logistisch eine ganz andere Geschichte: Für die 6 Kilometer zum designierten Strand braucht man mit dem Van (der jeden Morgen für den Transport bereit steht) eine Stunde. Dies ist dem regelbefreiten balinesischen Verkehr zu verdanken, ist aber auch Teil der Reiseerfahrung. Manche fahren jedoch mit Rollern, die es ebenfalls im Camp auszuleihen gibt.


Die Surfeinheit beginnt mit einem kurzen Warm-up (Strandlaufen und Dehnübungen), worauf anschließend den Neulingen die Grundlagen zunächst an Land beigebracht werden. Das beinhaltet das Vermitteln der Surfterminologie (Teile des Bretts) und Trockenübungen wie Paddeln und den Pop-up (das Aufstehen). Wenn sich alle einigermaßen wohl fühlen geht es ins Wasser und man beginnt mit dem Versuch, unter den hilfreichen Zurufen der Trainer, die ersten Wellen zu stehen.


Yoga


Yogasessions gibt es zwei pro Tag, eine am Morgen um 7:30 Uhr und eine am Abend um 17 Uhr. Die Abendeinheit ist Yin-Yoga, also eine sehr langsame und ruhige Variante, wohingegen die Morgeneinheit sportlicher ausfällt. Sie finden, wie die Kampfsportstunden in der offen-überdachten Pagode statt. Die tropischen Vogel- und Insektengeräusche zu hören und den Wind zu spüren, während man trainiert ist eine Erfahrung, die uns unsere heimischen Sport-Bunker nicht vermissen lässt.


Fitness


Lediglich an Fitnessgeräten mangelt es in der Village. Dafür gibt es fußläufig (15 Minuten) ein Fitnesscenter (Elite Fit) für umgerechnet rund 60 Euro pro Woche.

 
 
 

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