Casa di Giulietta: Geschichte, Mythos und der berühmte Balkon
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Dieser Artikel ist Teil unserer Reiseserie über Verona. Alle bereits erschienenen Serienteile findest du hier.
Die wenigsten wissen, dass Dante erstaunlicherweise in ebenjener "Göttlichen Komödie" bereits 300 Jahre vor Shakespeare die beiden verfeindeten veronesischen Adelsfamilien Montecchi und Ceppelletti (Montague und Capulet) als Verweis auf den moralischen Verfall jener Zeit erwähnte. Beide Familiensitze in Verona sind besuchbar, wobei das Casa di Giulietta der absolute Touristenmagnet ist. Aber hier sei bei der historischen Authentizität Vorsicht geboten.

Im Jahr 1905 wurde das Haus in ein Museum umgewandelt. Zwischen 1936 und 1940 ließ der Historiker Antonio Avena das Haus vollständig auf malerische Weise restaurieren und erst dann den berühmten Balkon (der übrigens aus den Wänden eines Sarkophags aus Avenas Museumssammlung besteht) an der Fassade des Innenhofs anbringen. Das Museum wurde im Laufe der Zeit mit Möbeln aus dem 16. und 17. Jahrhundert, Gemälden und Stichen, die die Geschichte von Romeo und Julia nachzeichnen, historischen Kostümen aus dem 1968 von Franco Zeffirelli gedrehten Film Romeo und Julia und Keramiken aus der Renaissance in Verona. eingerichtet.
Wenn jedoch architekturhistorisch also nicht akkurat, ist es trotzdem faszinierend seit wie vielen Jahrhunderten Menschen (unter anderem Charles Dickens) bereits dorthin pilgern und welchen ungebrochenen Einfluss Shakespeares "Romeo und Julia" bis heute hat. Nur wenige andere Literaturstücke können das von sich behaupten.
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